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Bridges & Ditches

AutorBeitrag

am 09.10.2008 geschrieben am 09.10.2008 geschrieben

"ulrike reinhard":

Sehr geiler Schritt, Helge. Aber koennen wir dazu nicht einfach ein neues forum hier eroeffnen, dann muessen wir nicht die plattform wechseln??


Könte man schon, aber ich würde es ruhig mal ausprobieren. Diese Plattform auch nach Außen zu vernetzen macht doch eigentlich Sinn, oder? Die Foren hier haben leider keine so schöne Abstimmungsfunktion/"Vote for Ideas". Auch kann man da keine Bilder an die eigene Idee anhängen und nicht an einer Idee mit anderen zusammenarbeiten. Und letztlich kann man ja auch Ideapoints verdienen. :-)

Ich hab schonmal den Anfang gemacht und eine Idee platziert...

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am 09.10.2008 geschrieben am 09.10.2008 geschrieben


ulrike reinhard:

Sehr geiler Schritt, Helge. Aber koennen wir dazu nicht einfach ein neues forum hier eroeffnen, dann muessen wir nicht die plattform wechseln??

Best, u*

ich dachte, hier wären nur digital natives unterwegs ... für die sind foren viel zu unflexibel, die nutzen die neuen tools wie messer und gabel. aber man kann natürlich auch endlos in einem forum rumdiskutieren und sich im kreis drehen.

sorry ulrike, aber sobald mal jemand nen vorschlag macht, der nicht auf deinem plan steht, bist du dagegen.

und auf die gefahr hin, ein altes thema wieder aufzureißen ... du schreibst, dass helge sich bei dir entschudigt hat, und nun alles wieder in ordnung ist. hast du dich denn auch bei ihm entschuldigt? eine mail veröffentlicht man nicht einfach so, auch wenn dies deine art ist, mit soetwas umzugehen.

@sören: vielen dank für deinen post. nun ist mir endlich mal klar geworden, woher die eigentliche idee für diese initiative rührt. war mir bis dato trotz nachfragen nicht klar geworden. es würde dieser plattform sicherlich gut tun, wenn du dich häufiger beteiligen würdest. :)

ich habe nun aber auch so nach und nach verstanden, warum ich mich hier so falsch fühle. ihr wollt jugendliche zum it-gipfel schicken .. studenten, den nachwuchs, die nächste generation, die auch gerne mal in einem praktikum eine website bastelt. und all das bin ich nicht.

sorry, falls ich irgendwem auf die füße trete. ich werd mich einfach hier abmelden und nicht mehr reinschauen. mir erscheint das alles nur als gelabere, das sich im kreis dreht, und bei dem gerne auch mal grundlegende infos fehlen. und wenns mal knallt, dann freuen sich alle über die emotionen.

cu
silke

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am 10.10.2008 geschrieben am 10.10.2008 geschrieben

Diese Plattform auch nach Außen zu vernetzen macht doch eigentlich Sinn, oder? Die Foren hier haben leider keine so schöne Abstimmungsfunktion/"Vote for Ideas". Auch kann man da keine Bilder an die eigene Idee anhängen und nicht an einer Idee mit anderen zusammenarbeiten. Und letztlich kann man ja auch Ideapoints verdienen. :-)

Ich hab schonmal den Anfang gemacht und eine Idee platziert...


[/quote]


O.K. dann maile ich das mal an alle rund ... fuer den fall, dass es manche nicht sehen. best, u*

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am 10.10.2008 geschrieben am 10.10.2008 geschrieben

Ich war jetzt da drauf und "musste" mich erstmal anmelden. Das habe ich auch gemacht wobei ich das lieber gelassen hätte. Ich glaube dass wir das hier im Forum machen können. VIele die hier sind wollen nicht noch einen Account haben. Und es geht ja nur darum das wir kommunizieren und dafür reicht meiner Meinung nach das Forum vollkommen.

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am 12.10.2008 geschrieben am 12.10.2008 geschrieben

So. Nachdem auf der neuen Plattform nichts passiert ist schreibe ich das einfach mal hier rein was dort als Idee von Helge steht:

Anstoß:
Die grosse Frage die von Soeren Stamer gestellt wurde lautet: Wie soll es jetzt weitergehen?

Titel: Vernetzung für mehr digitalen Handlungsspielraum
Ich finde bislang ist das Projekt durch das Ziehen von Trennungslinien aufgefallen. Die erste Trennung findet statt durch die Betonung der Unterschiede mittels des Begriffs “Top-Entscheider” und allen “Übrigen”. Dabei überhoeht “Top” den Begriff unsinniger Weise noch mehr. Die zweite Trennungslinie kommt durch die Begriffe “Native” und “Immigrant” hinein. Wir haben also schon vier Gruppen geschaffen, obwohl es eigentlich um eine gegenseitige Annäherung in Sachen digitalen Kulturwandels geht. Werft die Hierarchie und die Label weg für die Kommunikation! Es geht meiner Ansicht nach um Vernetzung und mehr Dialog der aber nicht zweckfrei ist. Es sollten neue Handlungsspielräume erschlossen werden. Daher bin ich fuer ein neues Leitmotiv der “Schaffung digitaler Handlungsspielraeme”. Und hier steht beides gleichberechtigt “Handlungsraum” und “Spielraum” beides auch in wahrem Wortsinne.

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am 12.10.2008 geschrieben am 12.10.2008 geschrieben

"Tamim Swaid":


Titel: Vernetzung für mehr digitalen Handlungsspielraum
...Es geht meiner Ansicht nach um Vernetzung und mehr Dialog der aber nicht zweckfrei ist. Es sollten neue Handlungsspielräume erschlossen werden. Daher bin ich fuer ein neues Leitmotiv der “Schaffung digitaler Handlungsspielraeme”. Und hier steht beides gleichberechtigt “Handlungsraum” und “Spielraum” beides auch in wahrem Wortsinne.


Tamim, Dein Vorschlag sich auf die (möglichen/wünschenswerten/notwendigen) Handlungsspielräume zu fokussieren statt auf das Trennende gefällt mir gut. Ich möchte diesen Vorschlag gern unterstützen und weiterentwickeln.

Es ging dem IT-Gipfel der Bundesregierung soweit ich weiß, ebenfalls um die Schaffung der richtigen Handlungsspielräume, damit Deutschland als Gesellschaft, von den rasanten Entwicklungen der IT und den sich daraus ergebene enormen Chancen profitieren kann. Welche Rahmenbedingungen müssten wir schaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein und eine wünschenswerte Zukunft überhaupt erst zu ermöglichen? Welche bestehenden Regeln und Gesetze, Ansichten und Bestimmungen müssen wir hinterfragen, weil sie in der Zukunft in der heutigen Form keinen Platz mehr haben?

Ein Beispiel verdeutlicht, was ich meine: Die Welt steht vor einer Reihe globaler Herausforderungen wie Global Warming, AIDS und Energieknappheit. Gleichzeitig erleben wir eine massive Beschleunigung von Innovationsprozessen durch die weltweite Kollaboration und den freuen Zugang zu Wissen in einem nie da gewesenen Umfang. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir zahllose Innovationen sehen werden, Motoren effizienter zu machen, Abgase zu filtern, neue saubere Energiequellen zu entwickeln etc. Doch es wird vermutlich eine Unmenge an "Green Technology" Patenten geben, die die Nutzung dieser Technologie einschränken.

Es stellt sich somit die Frage, kann die Gesellschaft sich erlauben, den "Super-Green-Energiespar-Motor ohne Abgase" zu patentieren und damit zu monopolisieren? Oder müssten wir diese Innovation nicht freigeben und umgehend in allen Industrie- und Entwicklungsländern zum Standard machen? Müssen wir nicht eine andere Art und Weise entwickeln als das bestehende Patentrecht, um die Erfinder angemessen zu belohnen? Ist unser Patentrecht denn überhaupt zukunftsfähig?

Ein anderes Beispiel ist die Grenze zwischen Beruf und Privatleben. Für Industriearbeiter war es noch vergleichsweise leicht, zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden. Die Grenze wurde von der Stempeluhr markiert. Eine Vermischung dieser beiden Welten war verpönt.

Als Wissensarbeiter erscheint diese Grenze in Unkenntlichkeit zu verschwimmen. Es gibt keine Stempeluhren mehr. Wissen fließt über unsere persönlichen sozialen Netzwerke - unabhängig ob es Freunde, Kollegen, Geschäftspartner oder beides sind. Ich lerne in jedem Gespräch etwas, egal of beruflich oder privat, das mich als Person verändert. Meine Überzeugen und kreativen Fähigkeiten kümmern sich nicht um die Frage, ob meine kleine Nicht mich beim Spielen per Zufall auf eine neue Idee gebracht hat. Ich habe nur ein Bewusstsein und kann nicht stempeln gehen und damit in ein neues Bewusstsein umschalten. Ich bin halt nicht schizophren. Doch was bedeutet das für unsere Arbeitsgesetze und Regeln am Arbeitsplatz. Wenn Privates und Berufliches sich zwangsläufig überlagern, wann arbeitet ich denn dann im rechtlichen Sinne und wann nicht? Ist es überhaupt legitim, dass mir meine Arbeit auch noch Spaß macht, da ich mit Freunden zu tun habe? Oder ist das verwerflich, da ich persönliche Vorteile daraus ziehe?

Ein drittes Beispiel ist unsere Vorstellung von einem Arbeitsplatz. Unsere Gesellschaft ist voll uns ganz auf Festanstellungen als Inbegriff des vollwertigen Arbeitsplatzes ausgelegt. Freiberufliche Tätigkeit, Zeitverträge, Teilzeit etc. gilt als (eher bedauerliche) Abweichung von der Norm. Es schmeckt halt irgendwie nach einem "gebrochenen Lebenslauf" (übrigens ein Begriff den es angeblich nur in Deutschland gibt). Doch in einer zunehmend komplexen und dynamischen Welt werden Mitatbeiter mit einer Festanstellung und ein und demselben Job über viele Jahre den Kollegen mit vielen Projekterfahrungen in unterschiedlichen Kontexten und verschiedenen Firmen deutlich unterlegen sein. Sie sind weniger erfahren, flexibel und vernetzt, wie eine Studie an der TU Dortmund von Dr. Rüdiger Klatt eindrucksvoll belegt.

Müssen wir also unsere Vorstellung von dem idealen Arbeitsplatz ändern und damit auch die Ausrichtung unserer Institutionen und Programme für die Ausbildung und den Arbeitsmarkt.

Um den Diskurs mit der Politik zu ermöglichen, würde ich daher gern versuchen, eine Reihe von kurzen und konkreten Thesen heraus zu arbeiten, die von zukünftigen Rahmenbedingungen erfüllt werden sollten. Was meint Ihr? Wird da ein Schuh draus? Wer hat Interesse mitzumachen?

Ciao
Sören

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am 12.10.2008 geschrieben am 12.10.2008 geschrieben

Die Vermischung von Beruf und Privatleben in der Wissensarbeit ist auch aus Sicherheitssicht speziell für Unternehmen ein wichtiges Thema. In den meisten Unternehmen und Organisationen gibt es Klassifikationsregeln für Vertraulichkeit von Informationen (und Wissen). Diese sind in Zweifelsfällen lieber strenger als offen. Vieles, was heute auf Konferenzen zwischen Fachkollegen in den Pausen diskutiert wird, verstösst bereits gegen diese Regeln. Diese Verstösse sind aber undokumentiert. Durch Nutzung von Social Media werden solche Verstösse dokumentiert und recherchier- und vernetzbar. Nun muss sich ein Unternehmen die Frage stellen, ob das Risiko, proprietäres Wissen (und ggfs. einen Vorsprung) zu verlieren grösser ist, als das Risiko, das durch Nichtnutzung von offenen, digitalen Wissensnetzwerken entsteht.

In These 41 des Cluetrain Manifestos heisst es:

"Unternehmen machen Aufsehen um Sicherheitsaspekte, aber das ist nur Fassade. Meistens schützen sie sich weniger vor dem Wettbewerb als vor ihren eigenen Märkten und Angestellten."

Als CSO eines grossen Unternehmens weiss ich, dass ich mit dieser Intention nicht arbeite, muss mir aber selbst die (eventuell existentielle) Frage stellen, ob der Effekt nicht genau dieser ist. Das Einsetzen existierender Standards, Lösungen, Produkte auch in angepasster Form läßt unter Umständen gar kein anderes Ergebnis zu. Demnach wäre ein Enterprise 2.0 auch nur mit einem vollständig neuen Sicherheitsansatz möglich. Plakativ könnte man auch sagen: Ohne Security 2.0 gibt es kein Enterprise 2.0.

Bei der Diskussion um digitale Handlungsspielräume sollte dieser Aspekt von Beginn an berücksichtigt werden.

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am 13.10.2008 geschrieben am 13.10.2008 geschrieben

Kurz noch eine Anmerkung.

Der letzte Post von mir war eigentlich nur Helges Post in der shareyourbrain Plattform.

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am 13.10.2008 geschrieben am 13.10.2008 geschrieben

"Tamim Swaid":

Der letzte Post von mir war eigentlich nur Helges Post in der shareyourbrain Plattform.


Ups, verstehe. Vielen Dank an Helge für seinen Vorschlag. Ich bin dabei.

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am 13.10.2008 geschrieben am 13.10.2008 geschrieben

Was mMn diesbezüglich noch dringend diskutiert werden sollte (17.10. + 03.11.), sind die Beziehungen "dahinter". Es ist ein unschätzbarer Vorteil von social software, genau diese Beziehungen sichtbar zu machen.
Aber in welchem Umfeld, in welcher "Kultur" im Unternehmen fällt das auf "fruchtbaren Boden"?
Wann wird es nicht als "Bespitzelung von oben", als lästige, zeitaufwendige Pflicht zusätzlich zum normalen operativen Geschäft verstanden, nicht als Software zum Bloßstellen von und vor Kollegen?

Stichworte: Hierarchien, Kommunikationsstruktur,- kanäle, FEHLERKULTUR ...

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