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Azubi- und Studentengewinnung 2.0

AutorBeitrag

am 05.11.2009 geschrieben am 05.11.2009 geschrieben

Ich hoffe, Ulrike Reinhard sieht es mir nach, wenn ich diesen Forumseintrag mit einem Zitat von ihr aus unserem E-Mail-Schriftverkehr starte: „Ausbildung und Studium haben meiner Meinung nach eine sehr große Berechtigung im Netz - ich glaube sogar für die meisten jungen Menschen ist es DIE Austauschplattform schlechthin und die Bezugs- und Infoquelle überhaupt.“. Genau dieser Frage möchte ich nachgehen: Werden Unternehmen zukünftig ihre Azubis über Netzwerke rekrutieren? Welchen Mehrwert können Hochschulen im Netz bieten – im Dialog mit Schülern und im Sinne der potenziellen Rekrutierung von Studenten? Alles nicht so einfach, wie meine aktuelle Recherche bei Hochschulen und Unternehmen im Rahmen eines Artikels für unser Kundenmagazin zeigt. Viele kennen sich gar nicht aus, vielen ist das Ganze einfach zu unseriös, die meisten warten ab, nur wenige gehen offensiv in den Dialog mit Hilfe von Facebook und Co. Gerne würde ich hier eine Diskussion zu diesem Thema „lostreten“ – denn als Nicht-Native nähere ich mich selbst dem Ganzen – vielleicht zu – zaghaft.

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am 05.11.2009 geschrieben am 05.11.2009 geschrieben

Hallo Frau Walkenbach,

vielen Dank für das Posting. Meine E-Mail Antwort kann evtl. als weiterer Impuls zur Debatte dienen:


Sicher spielen die Themen Ausbildung und Studium eine überaus wichtige Rolle im Netz. Es geht um Entscheidungen zum Lebensweg, da wird das Leitmedium genauso genutzt wie zum Shopping oder Chatten.

Was Hochschulen im Netz unternehmen sollten wurde hier für eine Expertenanhörung der Hochschulrektorenkonferenz ausführlich besprochen: http://www.schmidtmitdete.de/archives/526

Mein Steckenpferd ist das Konzept der Open Educational Resources, des freien Zugangs zu Lerninhalten, wie dies über das sehr erfolgreiche MIT OpenCourseWare bereits seit 2001 möglich ist.

Einen guten Einstieg zu diesem Thema bietet die Cape Town Open Education Declaration:
http://www.capetowndeclaration.org/read-the-declaration
http://www.capetowndeclaration.org/translations/german-translation

In der offenen Kommunikation mit Bewerben gehen einige US-Hochschulen einen interessanten Weg und lassen ihre Studenten unzensiert auf der Uni-Homepage bloggen. Das ist in Deutschland sicher noch Zukunftsmusik:
http://www.nytimes.com/2009/10/02/education/02blogs.html

Zu den Feldern Unternehmenkommunikation und Personalmarketing kann Anne Grabs sicher mehr sagen. Sich im Social Web auszukennen ist für Unternehmen wichtig, da man sonst Gefahr läuft in große Fettnäpfchen zu treten. Beispiele hierfür gibt es ja zuhauf. Vielleicht lohnt an dieser Stelle ein Gespräch mit einer Social Media & PR Agentur wie http://talkabout.de — Viel Erfolg!

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am 05.11.2009 geschrieben am 05.11.2009 geschrieben

Klar doch ...

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am 07.11.2009 geschrieben am 07.11.2009 geschrieben

Das kann dann so aussehen: Free lecture notes, exams, and videos from MIT. No registration required." Welche deutsche Uni traut sich das? http://ocw.mit.edu

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am 07.11.2009 geschrieben am 07.11.2009 geschrieben

Also an der Anzahl der Jobangebote von Menschen über XING, die ich vorher nicht kannte und mit denen ich nichts weiter gemein habe als ein, zwei gemeinsame Kontakte, würde ich schon darauf schließen, dass soziale Netzwerke für Recruiter immer wichtiger werden. (Solange damit nicht StudiVZ & Co. gemeint ist).

Edit: Oh, ich glaube, ich habe die Frage falsch verstanden. Es ging eher um Hochschulen im Netz, nicht?

am 07.11.2009 von Timo Heuer bearbeitet.

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am 08.11.2009 geschrieben am 08.11.2009 geschrieben

Basti Hirsch:

Das kann dann so aussehen: Free lecture notes, exams, and videos from MIT. No registration required." Welche deutsche Uni traut sich das? http://ocw.mit.edu


Noch keine. Aber das wird noch kommen. Wir Deutschen sind halt nicht so kommunikativ und nicht bereit bereits bestehende Strukturen so schnell zu ändern. Das MIT ist radikal ein bisschen spinnert und gut.

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am 13.11.2009 geschrieben am 13.11.2009 geschrieben

Timo Heuer:

Also an der Anzahl der Jobangebote von Menschen über XING, die ich vorher nicht kannte und mit denen ich nichts weiter gemein habe als ein, zwei gemeinsame Kontakte, würde ich schon darauf schließen, dass soziale Netzwerke für Recruiter immer wichtiger werden. (Solange damit nicht StudiVZ & Co. gemeint ist).

Edit: Oh, ich glaube, ich habe die Frage falsch verstanden. Es ging eher um Hochschulen im Netz, nicht?


Hallo zurück,
vielen Dank für den Kommentar! XING ist ja gerade auf geschäftliche Kontakte ausgelegt - denken Sie nicht, dass das Thema "Jobangebote" auch langsam in die anderen Netzwerke - beim Älterwerden der Userschaft - hineinwachsen wird?

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am 21.11.2009 geschrieben am 21.11.2009 geschrieben

Es mag sein, dass ich durch meine Anstellung etwas Vorgeprägt bin aber ich würde meinen es geht beim Studium nicht mehr rein um die Hochschulen. Durch die dualen Studienplätze sind viele Unternehmen die sich schon im Web 2.0 orientiert haben mit in diesen Prozess integriert.
Dabei sehe ich weniger XING sondern viel mehr Twitter als zentralen Punkt, da sich dort schon einige Unternehmen (Otto, Bertelsmann) bemühen Jobangebote über Social Media zu publizieren. Trotzdem wird XING und ähnliche Plattformen wohl für die nächsten Jahre führend sein, wenn es darum geht Absolventen Jobangebote zu vermitteln, da dort mehr Firmen vertreten sind.

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am 18.12.2009 geschrieben am 18.12.2009 geschrieben

Unser Kundenmagazin ist erschienen, mein Artikel somit fertig und gedruckt - und nachles- und kommentierbar, für alle, die es interessiert:
http://www.einstieg.com/kunden/kundenmagazin/
Würde mich über Kommentare und eine lebhafte Diskussion freuen!
Und euch allen ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein tolles 2010!

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