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Fernsehen im Jahre 2012

AutorBeitrag

am 23.07.2009 geschrieben am 23.07.2009 geschrieben

Dennis Kubon:

[...]

Wie so oft ist das natürlich auch nicht nur von technischer Realisation und Nutzerakzeptanz abhängig, sondern durchaus auch von demografischen Faktoren (Alter der Nutzer, Position in der Gesellschaft etc.), von den wirtschaftlichen Möglichkeiten (Ausbau der Infrastruktur wie flächendeckende Investition in Verfügbarkeit von Hochgeschwindigkeitsinternetanschlüssen für IPTV oder - auf Nutzerseite - entsprechende Hardware und Services) und von den juristischen Vorgaben (vgl. Gewinnspielsatzung, Urheberrecht und Jugendschutz).
Ich bin mal gespannt, was wirklich passiert.
[...]


Ich denke Dennis hat hier einige wichtige Punkte (Demografie, wirtschaftliche Möglichkeiten) angesprochen. Die grösste Veränderung in den letzten 15 bis 20 Jahren war meiner Ansicht nach der Einstieg der privaten Fernsehanstalten mit den damit verbundenen Veränderungen hinsichtlich Qualität und Quantität. Insbesondere bei der Qualität geht wohl die Bandbreite noch immer weiter auseinander. Die Zahl der BIlligproduktionen steigt (Chart-Shows, Big Brother, etc..) sicher auch in Zukunft noch weiter an.

Einer der Hauptgründe, wieso wir aktuell keine wirkliche Innovation beim Fernsehen erleben, ist das Fehlen der finanziellen Mittel. Während in der Vergangenheit viel durch Werbung finanziert wurde, ziehen heute viele Unternehmen ihre Etats ab bzw. verteilen diese auf eine steigende Anzahl von Medien (On-/Offline).

Was geschieht also bis 2012? Meine Meinung:
- Timeshift-Recording wird commodity (wenn auch nicht unbedingt unterstützt durch die Sender (siehe Werbeeinnahmen)
- Video On Demand wird sic hweiter durchsetzen (mein Schweizer TV-Provider hat mir letzte Woche unaufgefordert ein neues Verbindungskabel zwischen Dose und Receiver zugesendet, mit dem VOD möglich ist)
- Videotext wird endgültig sterben
- 80% aller Sendungen werden in HDTV ausgestrahlt

Ansonsten werden wir auch 2012 klassisches 1:n Fernsehen erleben. Die Massenträgheit ist ja ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Online-Generationen wird es dann einfach nicht mehr nutzen, sondern vermehrt Youtube-Schnipsel konsumieren.

Viele Grüsse
Mario

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am 23.07.2009 geschrieben am 23.07.2009 geschrieben

Hallo Mario,

wir sind in unserer Studie ja jetzt schon relativ weit (DNAdigital wird darin natürlich erwähnt). Unsere Ergebnisse decken sich sehr mit dem, was du schreibst. An zwei Stellen könnte es auch anders werden:

> Während in der Vergangenheit viel durch Werbung finanziert wurde, ziehen heute viele Unternehmen ihre Etats ab bzw. verteilen diese auf eine steigende Anzahl von Medien (On-/Offline).

Stimmt. Ist im Moment fast täglich neu bei Etats zu sehen. Nur könnten auf Dauer dabei trotzdem die klassischen Fernsehsender die Gewinner sein, wenn nämlich WebVideo abhebt, und sie es kontrollieren.

> Timeshift-Recording wird commodity (wenn auch nicht unbedingt unterstützt durch die Sender (siehe Werbeeinnahmen)

Da werden die Sender auf Dauer mitziehen, da es ihre Reichweite erhöht.

> Ansonsten werden wir auch 2012 klassisches 1:n Fernsehen erleben. Die Massenträgheit ist ja ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Online-Generationen wird es dann einfach nicht mehr nutzen, sondern vermehrt Youtube-Schnipsel konsumieren.

Sehe ich auch so. Nur ob die Online-Generation es dann tatsächlich nicht nutzt, da bin ich mir noch nicht so sicher . . .

Viele Grüße
Stephan

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am 23.07.2009 geschrieben am 23.07.2009 geschrieben

Umgekehrt wird vermutlich auch was draus.
Denn ich stell fest, dass ich eigentlich nur noch am PC Fernseh schaue..

Mit DVB-C/T/S Karte sind Aufzeichnungen ja kein Problem mehr.

Und für den Rest gibts ja die Piratenbucht;)
Serien ziehen und beim Surfen laufen lassen.

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am 24.07.2009 geschrieben am 24.07.2009 geschrieben

Zum Thema TV, hier vlt ein interessanter Beitrag von n-tv-Moderatorin Leo Busch.

Zitat:
Drei Jahre und über 150 Sendungen interaktive Talkshow busch@n-tv haben mich etwas Bescheidenheit gelehrt.

Auszug:
Alle Sender wollen den interaktiven Zuschauer. Aber der will nur – fernsehen.
Sie sind zwölf, 13 Jahre alt, sie haben ihren eigenen Laptop und sie können sich stundenlang in ihren Zimmern verkriechen und mailen oder chatten. Dass parallel dazu der eigene Fernseher läuft, ist keine Seltenheit. Die Kinder meiner Freunde wachsen multimedial auf und haben keine Scheu vor digitalem Exhibitionismus auf Facebook und SchülerVZ. Kein Wunder, dass sich immer mehr Fernsehmacher auf der Jagd nach jungen Zuschauern im Internet wiederfinden.

http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Fernsehen-n-tv-Leo-Busch-busch-n-tv;art15532,2848670

Also ich bin echt neben einem totalen Web2.0- und Gaming-Freak (Casual Konsole und Ego-Shooter, komm mir hier keiner mit CS oder WOW ) auch ein überzeugter Fernseh-Junkie. Allerdings habe ich trotzdem nie an interaktiven TV-Sendungen teilgenommen, weil ich mich beim TV ganz ehrlich nur "berieseln" lassen will, sprich: ich will nur fernsehen. Bin schon so interaktiv genug . Daher kommt für mich auch TV am PC nicht in Frage. Aber interessant, wie unterschiedlich das Nutzerverhalten echt sein kann .

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am 18.08.2009 geschrieben am 18.08.2009 geschrieben

Hallo Leute!

So, unsere Studie ist in Druck gegangen, zur IFA kommt sie raus. DNAdigital wird natürlich auch erwähnt:
http://www.media-rise.de/delphi-studie-fernsehen-2012/
Bringt euch dann noch ein bisschen in den Fokus einiger Fernsehleute.

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