So, da hier ja momentan nicht so viel besprochen wird, denke ich jetzt einfach mal laut über eine Idee nach:
Angeregt durch viele Eindrücke der letzten Woche und das Telekom-Projekt "4010 - Der Telekom Shop in Mitte" (http://4010.com/) habe ich mich gefragt, warum es eigentlich nicht mehr von diesen Shops in Deutschland gibt.
Was den meisten Jugendlichen heutzutage fehlt, ist ein Ort, an dem sie sich aufhalten können, der gemütlich ist, an dem Leben herrscht und man Kontakt zur Außenwelt hat.
Deshalb sind die Coffee-Shops auch so maßlos überfüllt und Balzac und co. können sich jeden beliebigen Preis, begründet mit Kaffeequalität, erlauben.
Was haltet ihr von der Idee, in mehr als einer Stadt ein Shop-Konzept zu entwickeln und auf die Beine zu stellen, das es sich zum Ziel macht, junge Menschen zu erreichen, zu begeistern, zu verbinden, mit neuen Medien, Spielen, Technik und anderen Möglichkeiten in Verbindung zu bringen und dabei gleichzeitig aus den eigenen vier Wänden und in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen?
Ich stelle mir ein geräumiges Café vor, das einerseits Heißgetränke verkauft und auf der anderen Seite die neusten Innovationen zum Anfassen präsentiert.
Eine Art immer geöffnete Mini-CeBIT.
Aber eben mit Sitzmöglichkeiten und guter Musik.
Ein Ort zum Entspannen, Austauschen, Chilln und neue Eindrücke bekommen.
Die Jugendlichen (jüngere Generation) sollen für neue Technik begeistert werden und sie sollen die Möglichkeit haben, alles ausprobieren zu können. Zusätzlich müsste es eine Möglichkeit geben, in eine Art Terminal Feedback zu jedem Produkt zu geben, kurze Videos aufzunehmen und direkt auf eine Seite einzuspeisen oder eigene Projektideen einzugeben, die dann von anderen außerhalb bewertet und diskutiert werden können.
Dieses Café wäre also auch ein Ort, um Ideen zu bündeln und dann die besten umzusetzen.
Es darf in jeder Stadt nicht mehr als zwei Exemplare dieses Cafés geben, denn sonst verliert es seinen Reiz. Das Café muss durch immer neue Aktionen locken und zu einem Highlight jeder Sightseeing-Tour werden. Je ausgefallener und außergewöhnlicher solch ein Ort ist, desto mehr Begeisterung und Neugierde zieht er an. Dabei dürfen die Getränkepreise nicht explodieren, sondern konstant niedrig bleiben. Der Sinn und Zweck dieses Cafés darf nicht Profit sein, sondern das Animieren Junglicher, sich an neuen Technologien zu beteiligen und mitzureden. Firmen können neue Produkte vorstellen und testen lassen. Dafür könnte man vielleicht eine gewisse Gebühr verlangen, denn irgendwie muss sich das Projekt ja auch finanzieren.
So könnten Firmen schnell und effektiv erfahren, was an ihren Produkten fehlt und was verbessert werden kann. Außerdem bekommen sie Hinweise, welche Produkte noch komplett auf dem Markt fehlen.
Firmen könnten auch Vorträge veranstalten, die junge Leute einladen und diese auffordern sollen, sich mit bestimmten Produkten zu beschäftigen oder eine bestimmte Ausbildung anzustreben.
DNAdigital zum Anfassen quasi.
Was haltet ihr davon?
ulrike reinhard 23.03.2009 21:48
wow! sehr geil leonie!
Ich wuerde dich gerne mit frank roebers, synaxon zusammenbringen, das ist ein grosser PC franchiser, dem faellt vielleicht etwas daz ein!
also, bitte in deinen mail schauen!
Alexander Rausch 24.03.2009 08:27
Das geht in Richtung mindlounge... Ein Ort der Begegnung und Entwicklung.... Entdecken... ich habe früher viel in dieser Richtung gedacht und zu den Weltkunstausstellungen in Kassel (documentaX; 11 und 12) auch umgesetzt...
Wenn das realisiert wird... super!! Dranbleiben!
Leonie Schlick 24.03.2009 08:30
Also waren deine Erfahrungen damit gut?!
Warum wurde dann nicht daran weiter gearbeitet?
ulrike reinhard 24.03.2009 09:30
Es wird ziemlich sicher ein finanzierungsproblem sein .... deshlab bleib an Frank dran ... meine mail gestern abend. hast du die bekommen leonie?
Alexander Rausch 24.03.2009 13:14
Ganz einfach:
) - keine Zeit ein Team von Angestellten usw. zu betreuen... ich liebe eben den Freiberuf!
)
Erstens bin ich nicht der Typ der einen Laden die ganze Woche auf und zu macht...
Zweitens, wenn man das Flächendeckend machen will braucht man Geld, viel Geld!
Drittens, wenn ich das gemacht hätte, könnte ich nicht flexibel als Coach und Trainer arbeiten... das ist aber meine Welt... ich hab die mindlounge immer dabei... uns schaffe den Raum dort, wo er gebraucht wird
Das nur ganz schnell und zwischendurch... wenn es ein Netzwerkprojekt wird mit vielen Partnern... dann ist das etwas ganz anderes! Ich habe mich eben für die "one man show" entschieden
Alle 5 Jahre zur documenta für 100 Tage, das passt für mich!
Leonie Schlick 27.03.2009 13:33
Aktueller Stand:
Die Idee wurde von Frank Roebers von Synaxon aufgegriffen.
Es ist jetzt allerdings noch zu klären, wie und ob wir daraus etwas machen können.
Er arbeitet schon an einem solchen Konzept und wir fänden es wohl beide sehr interessant, die Idee auszubauen.
Martina Schildknecht 28.03.2009 18:16
Hallo Leonie,
grundsätzlich kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen: die Idee ist super.
Ich habe sehr lange selber in einem Telekom Shop gearbeitet und muss sagen, dass viele Standort einen 4010-Shop gar nicht zulassen würden. In Großstädten halte ich das, wie gesagt, für eine super Idee. In kleineren Orten hingegen ist die Kundschaft derart gemischt, dass sich durch das Konzept alle Altersgruppen angesprochen fühlen müssen. Vielleicht wäre es auch eine Idee, über eine Verbindung zwischen beiden Konzepten nachzudenken!
Gruß Martina